News: Munas Dabbur ist endlich angekommen

Mittwoch 4 Oktober 2017 13.02 MEZ

Es geht im Normalfall ganz schnell, dass ein neuer Spieler als Fehlkauf abgestempelt wird. Genau das erfuhr Munas Dabbur beim FC Salzburg im Herbst 2016 am eigenen Leib. Jetzt, ein Jahr später, zeigt er es den damaligen Kritikern mit einer Sprache, die jeder versteht: Tore.

Jeder Stürmer kennt das: Es gibt Phasen, da gelingt rein gar nichts. Man kann machen was man will, der Ball will nicht ins Tor. Und dann gibt es Phasen, in denen sich aus jeder Lage das Netz aufbäumt. In einer solchen befindet sich der Israeli gerade.

Ein Beispiel? In der vergangenen Bundesliga-Runde versuchte Nemanja Rnić vom Wolfsberger AC den Ball aus der Gefahrenzone zu dreschen, schoss aber geradewegs Munas Dabbur an. Wie bei einem Flipper prallte von ihm die Kugel auf kuriose Art und Weise in die Maschen.

Trotz dieser beeindruckenden Statistik sieht sein Trainer noch Luft nach oben. "Er möchte oft den Ball haben. Wenn man oft den Ball hat, kann es schon sein, dass mal etwas daneben geht. Ich bin froh, dass ich Munas habe und mag ihn so wie er ist und wie er spielt. Wir versuchen natürlich, auch noch Dinge zu verbessern und voran zu bringen, aber ich glaube, dass seine Quote, die er bis hierhin für das Team eingebracht hat, auch richtig stark ist", meinte Marco Rose.

In der Europa League erzielte er den so wichtigen Treffer beim 1:0-Erfolg gegen Olympique Marseille. "Er leistet so viel hier in den letzten Wochen. Munas ist einfach Munas", lachte Rose nach dem Spiel.

Mit sieben Toren in 13 Matches knüpfte er dort nahtlos an die Vorsaison an und kam mit viel Selbstvertrauen zurück nach Salzburg. Mit Marco Rose hat er jetzt in der Mozartstadt auch den idealen Trainer für sich gefunden.

Im Moment ist Dabbur am besten Weg zum österreichischen Schützenkönig. Kein Grund also für eine abermalige Flucht, denn in Salzburg geht es ihm endlich richtig gut.